Ursprünglich zogen sich die Arbeiterwohnviertel, wegen ihrer Enge "Gängeviertel" genannt, vom Hafen über die Neustadt bis zur Innenstadt. Über die Zeit verschwanden durch Abriss oder Zerstörung jedoch immer mehr der historischen Gebäude. Ein letztes Ensemble aus 12 Altbauten stand 2009 leer und sollte größtenteils abgerissen werden. Am 22. August jedoch besetzte eine Gruppe Kunstschaffender und Aktivisten die Gebäude mit einer "kulturellen Übernahme". Über die Monate entwickelten sich Wohnungen, Ateliers, Ausstellungs- und Veranstaltungsräume. Heute präsentiert sich das Gängeviertel als außergewöhnliches Viertel in der Neustadt, in dem Raum für Kunst und soziale Projekte geschaffen wurde.