10.11.2017

1911 wurde das "Landhaus Mahr" als Sommerhaus errichtet, diente während des Zweiten Weltkrieges der Frauenschaft der Nationalsozialisten als Unterkunft und wurde nach dem Krieg als Kinderheim genutzt. Seit den 1980er Jahren war hier eine Wohngemeinschaft ansässig, der jedoch mit dem letzten Verkauf des Gebäudes 2011 gekündigt wurde. Seitdem steht die imposante Villa auf dem 4000 qm großen Grundstück komplett leer.

Der aktuelle Zustand ist beklagenswert: Wasser ist durch Dach und Wände eingedrungen und es soll inzwischen Schimmel und sogar Schwamm geben. Laut Denkmalschutzgesetz ist der Eigentümer eigentlich dazu verpflichtet, sein Gebäude instandzuhalten. Doch die Befürchtung liegt nahe, dass der Verfall bewusst herbeigeführt wurde, damit eine Sanierung bald nicht mehr wirtschaftlich zumutbar ist und der Spekulation mit dem Grundstück dann nichts mehr im Wege steht. Es wäre daher sehr zu wünschen, dass das Denkmalschutzamt zumindest bald die wichtigsten Sicherungsmaßnahmen für die Gebäudesubstanz veranlassen kann.

Landhaus Mahr verfällt