10.11.2017

Der 1817 gegründete liberale Neue Israelitische Tempel-Verein in Hamburg baute sich 1844 eine Reformsynagoge in der Poolstraße. Von dem einst dreischiffigen Gotteshaus sind heute nur noch die Reste der westlichen Vorhalle und das östliche Apsisgebäude als Kriegsruinen erhalten und in eine offene Autowerkstatt integriert. Die Gebäudereste sind inzwischen in einem besorgniserregenden Zustand - an vielen Stellen ist der Putz abgebröckelt, das Mauerwerk verfällt und das Dach des Apsisgebäudes ist seit einiger Zeit offen. Denkmaleigentümer sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihr Denkmal zu erhalten und instand zu setzen. Es ist daher nicht nachzuvollziehen, warum hier bislang keine Maßnahmen ergriffen wurden.

Fotos: Kristina Sassenscheidt