4.4.2018

Auf dem Friedhof Ohlsdorf befindet sich ein prächtiges Mausoleum, das im Jahre 1906 von der Hamburger Kaufmannsfamilie Schröder errichtet wurde. Der Entwurf stammt von Edmund Gevert.

Das denkmalgeschützte Gebäude umfasst eine Fläche von circa 222 m² und gilt als das größte Mausoleum Nordeuropas. Der achteckige Grundriss des Zentralbaus umfasst im Durchmesser etwa 17,6 Meter. Für das neoromanische Bauwerk wurde rötlicher Main-Sandstein verwendet. Markant ist die Eisenbetonkuppel, welche ursprünglich mit einer Kupfereindeckung ausgestattet wurde. Die Kuppel wird auf sechs Säulen und zwei Pilaren gestützt. Ein imposantes Eingangsportal leitet in das Innere des Mausoleums. Der Innenraum wird durch eine umlaufende Fensterreihe im Kuppelbereich natürlich belichtet. Die bunten Gläser sind mit Verzierungen geschmückt und der Fußboden ist mit Marmor versehen.

Seit 2009 hat der Investor Klausmartin Kretschmer die Patenschaft für das monumentale Grabmal übernommen. Leider hat bis heute keine Renovierung stattgefunden, obwohl der bauliche Zustand des Gebäudes besorgniserregend ist: Durch Beschädigungen der Außenhaut dringt Feuchtigkeit durch in die Kuppel und das Mauerwerk ein, was dazu führt, dass im Inneren Farb- und Putzschichten abblättern. Zudem sind einige der Glasfenster beschädigt oder fehlen ganz.

Text: Julia Kahle, Foto: Kristina Sassenscheidt

Kretschmer-Mausoleum verfällt weiter

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