24.1.2018

Die Begeisterung war groß, als die Köhlbrandbrücke fertiggestellt war: Über 600.000 Hamburger nutzten die Gelegenheit, die Brücke zu Fuß zu erkunden, bevor im September 1974 das erste Auto hinüberfuhr. Inzwischen verbindet die Köhlbrandbrücke schon seit über 40 Jahren die Elbinsel Wilhelmsburg mit der A7 und überspannt den 325 m breiten Köhlbrand, einen Arm der Süderelbe. Die Schrägseilbrücke wurde von dem Bauingenieur Paul Boué und dem Architekten Egon Jux entworfen und steht heute aufgrund ihrer technikgeschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz.

Leider wird dieser Schutzstatus sie nach aktuellem Stand nicht vor einem Abriss schützen, weil die Brücke laut Auskunft der Hafenbehörde Hamburg Port Authority substanziell ab spätestens 2035 unter wirtschaftlichen Aspekten nicht mehr haltbar sei. Weiterhin sei die Durchfahrthöhe für die Schiffe schon heute ca. 20m zu niedrig. Es habe zwar Überlegungen gegeben, die heutige Fahrbahn „anzuheben“ und so zu entlasten, dass wenigstens Fußgänger und Radfahrer sie nutzen können, diese hätten sich jedoch als technisch nicht durchführbar erwiesen. Der Denkmalverein bedauert schon jetzt den geplanten Abriss dieses bedeutenden Hamburger Wahrzeichens.

Bild: Denkmalschutzamt

Köhlbrandbrücke - Abriss beschlossen