3.8.2017

Die bescheidenen Landarbeiterhäuser an der Hebebrandstraße 8 sind heute die letzten Zeugnisse von Barmbeks dörflicher Vergangenheit. Sie besitzen eine hohe stadt-, sozial- und baugeschichtliche Bedeutung, weil dieser im 19. Jahrhundert weit verbreitete Häusertyp in Hamburg kaum noch erhalten ist.
Es ist nicht nachzuvollziehen, dass der Bezirk Nord hier seit vielen Jahren denkmalgeschützten Wohnraum leer stehen lässt, denn Leerstand begünstigt den Verfall. Noch weniger nachzuvollziehen wäre jedoch ein möglicher Abriss, denn die Stadt hat eine wichtige Vorbildwirkung für private Eigentümer und ist deswegen laut Denkmalschutzgesetz dazu verpflichtet, gut mit ihren Denkmälern umzugehen. Es ist zudem kein übergeordnetes öffentliches Interesse zu erkennen, das hier einen Abriss rechtfertigen würde.

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