27.2.2026
Die 1898/99 vom Architekten Johann Grotjahn erbaute Messtorff'sche Villa in Bergedorf wurde 1925/27 nach Plänen des Stadtbaumeisters Wilhelm Krüger und des Architekten Georg Lindner zum Rathaus umgebaut. Dabei blieben wichtige repräsentative Räumlichkeiten erhalten und wurden funktional integriert, wie der Spiegelsaal, das Bürgermeisterzimmer und das östliche Treppenhaus, jeweils im Stil der Bauzeit und mit hohem kunstgewerblichem Aufwand ausgestattet. Heute hat in dem Gebäude das Bezirksamt Bergedorf seinen Sitz. Direkt daneben befindet sich eine Villa, die der Kaufmann Ernst Rose 1904 erbauen ließ und 1938 an das Deutsche Reich verkaufte. 1938 bis 1992 wurde sie als Polizeiwache, danach jahrelang als Standesamt genutzt.
Bei frühlingshaften Wetter führten uns der Denkmalpfleger Jakob Hahn und der stellvertretende Bezirksamtsleiter Ulf von Krenski vom Turm bis in den Ratskeller durch das Rathaus und gaben uns einen Einblick in die aktuell laufenden umfangreichen Sanierungsarbeiten, bei denen u.a. die ursprüngliche Farbgebung der Gebäude wiederhergestellt wird.
Neben dem Besuch der prunkvoll erhaltenen Räume der ehem. Villa Messtorff, konnten wir auch im Sitzungssaal mit der originalen Möblierung aus den 1920er Jahren Platz nehmen.
Fotos: Heinz Brossolat