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Vorabinformation
zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 14. September 2008
Zum 17. Mal öffnen sich wieder die Pforten von Hamburger Kulturdenkmälern. Der Tag, veranstaltet vom Denkmalschutzamt und der Stiftung Denkmalpflege Hamburg, steht unter dem etwas sperrigen Motto "Archäologie und Bauforschung". So sind zum Beispiel Ausgrabungsstätten, Gewölbe- und Bunkereinrichtungen, unterirdische Technik und Tunnelsysteme zu besichtigen, also "Hamburg von unten".
Aber auch Dauerbrenner wie die 50er Schuppen, der Herrensaal St. Jacobi, das Elbschlößchen oder die Sternwarte Bergedorf haben geöffnet. Herausgreifen aus der Liste der gezeigten Denkmäler möchten wir fünf besondere Leckerbissen, die fast alle zum ersten Mal dabei sind:
1) Die Gartenlaube in der Max-Brauer-Allee 24. Sie befindet sich im Villengarten der heutigen Musikakademie und gilt als seltenes Schmuckstück der Gartenkultur um 1870. Die Laube wird gegenwärtig mit Geldern einer privaten Stiftung restauriert.
2) Der Alte Ballsaal am Veddeler Elbdeich 23. Dieser unscheinbare Gebäudeklotz beherbergt einen riesigen Ballsaal aus vergangener bürgerlicher Zeit, mit hoher gewölbter Decke und Parkettfußboden. Er steht seit längerem leer und wird wohl eines Tages abgerissen.
3) Das Brahms-Kontor in der Neustadt. Das ehemalige DAG-Haus ist in den letzten Monaten aufwendig saniert und umgebaut worden. Das eindrucksvolle Treppenhaus, der Bauschmuck und die Innenaufteilung blieben erhalten.
4) Das Alte Krematorium in der Alsterdorfer Str. 532. Es ist unlängst von einem unserer Vereinsmitglieder gekauft worden und wird einer neuen Nutzung zugeführt.
5) Das Etagenwohnhaus in der Haynstraße 1. Als Spekulationsobjekt 1910 gebaut, ist es nach 1970 durch eine studentische Mieterinitiative vor dem drohenden Abriß gerettet worden und hat bundesweite Aufmerksamkeit erlangt. Im Jugendstilfoyer des Gebäudes wird der Verein Freunde der Denkmalpflege e. V. am 14. September einen Informationsstand haben.
Die Broschüren mit dem detaillierten Programm des Tages des offenen Denkmals mit allen Besichtigungs- und Führungszeiten werden spätestens Anfang August vorliegen.
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