Plädoyer für den Erhalt des Kraftwerkes Bille

Hamburg. 15. September 2010

Der Verein Freunde der Denkmalpflege e. V. setzt sich vehement für den Erhalt des historischen Kraftwerkes Bille in Hamburg-Hammerbrook ein. Er plädiert dafür, unbedingt vom geplanten Abriß abzusehen und das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen.

„Wir gehen zu sorglos mit den Zeugnissen der Industriegeschichte Hamburgs um“, sagt Helmuth Barth, Vorsitzender des Denkmalvereins. Wie durch ein Wunder war hier am Nordufer der Bille das 1901 erbaute erste Elektrizitätswerk der Hansestadt im Zweiten Weltkrieg stehengeblieben. Architektonische Besonderheiten aus verschiedenen Perioden prägen die Anlage, und insbesondere die markante hochfenstrige Backsteinfassade ist eindrucksvoll und für S-Bahnfahrer eine weithin sichtbare Landmarke.

„Es wäre unverantwortlich, ohne Not hier mit einem Abriß Tatsachen schaffen zu wollen“. Man könne sich, so meint der Denkmalverein, sinnvolle Nutzungen für die hallenartigen Räume mit ihren meterdicken Wänden vorstellen, wobei das gesamte Areal im Zuge des „Sprunges über die Elbe“ ohnehin in Zukunft an Bedeutung gewänne und Altes auf Neues träfe.

„Es darf nicht sein, daß nach der Zerstörung der Wassertreppe 51 und des alten Veddeler Ballsaals in den letzten zwei Jahren jetzt ein weiteres Geschichtszeugnis im Süden der Stadt verschwindet. Gerade in diesen bislang vernachlässigten Stadtteilen sind Gebäudeverluste doppelt schwer zu ertragen“.

Rückfragen beim Denkmalverein
unter 040-41 35 41 52



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