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Denkmalschutzamt ohne Bildarchiv?

Hamburg. 09. November 2010

Der Denkmalverein Hamburg macht sich große Sorgen um die Zukunft des städtischen Foto- und Bildarchivs, das im hiesigen Denkmalschutzamt angesiedelt ist. Er warnt vor der Schließung bzw. dem langsamen Sterben dieser unschätzbaren Sammlung, die mehr als 700.000 Motive vom Großen Brand 1842 bis in die Gegenwart umfaßt.

„Das Bildarchiv gehört zweifelsfrei zum unverzichtbaren Handwerkszeug eines Denkmalpflegers“, sagt Helmuth Barth, Vorsitzender des Denkmalvereins. „Eine schnelle Nutzungsmöglichkeit sowie die kontinuierliche Betreuung des Bildbestandes und seine stetige Aktualisierung sind ohne Alternative. Nähme man einem Handwerker seine Säge, den Meißel oder die Wasserwaage fort, wäre dies eine vergleichbare Katastrophe; er könnte seine Arbeit nicht fortsetzen.“

Die Zusammenführung des Fotobestandes der Staatlichen Landesbildstelle mit dem Bildarchiv des Denkmalschutzamtes vor einigen Jahren führte damals zu einer sinnvollen Konzentration der Sachmittel und wurde von der Kulturbehörde ausdrücklich begrüßt. Auch die Öffentlichkeit hat immer von der Ausleihe- und Kopiermöglichkeit profitiert; das Bildarchiv als Gedächtnis der Stadt ist eine sehr häufig genutzte Anlaufstelle für private und wissenschaftliche Forschungen.

Es kristallisiert sich jetzt mehr und mehr heraus, daß weitreichende Pläne zur Kappung des Bildarchivs anstehen. Hier bezieht der Denkmalverein klar Stellung zugunsten der Bewahrung und Fortführung einer großartigen und für Hamburg wichtigen Sammlung und warnt vor der verheerenden Wirkung einer Sparmaßnahme an falscher Stelle.

Weitere Informationen und Rückfragen
unter 040-41 35 41 52 oder per E-Mail unter info@denkmalverein.de.



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