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Die "Chinesenbahn"
Vorm Vergessen gerettet: Die "Chinesenbahn" Die
fünf historischen Oberleitungsmasten an der Königstraße sollen restauriert
werden. Sie stammen noch aus dem 19. Jahrhundert, als die ehemalige
Pferdebahn elektrifiziert wurde und als "Zentralbahn" ihren Dienst
zwischen den beiden Städten Altona und Hamburg versah. Dieses verkehrsgeschichtlich
bedeutsame und praktisch letzte Dokument seiner Zeit wollen das
Bezirksamt Altona und der Denkmalverein Hamburg in einer gemeinsamen
Aktion vor dem Verfall und dem Vergessen retten.
1896 war die Straßenbahn auf einer 7,5km langen Strecke zwischen
Borgfelde und Ottensen in Betrieb genommen worden. Eine Fahrt, die
über Speersort, den Großen Burstah und die Reeperbahn bis zur Fischersallee
ging, zum Einheitstarif von 10 Pfennig, dauerte 42 Minuten, gefahren
wurde im 5-Minuten-Takt. Die Höchstgeschwindigkeit lag im Stadtgebiet
bei 12 km/h und auf den Außenstrecken bei 18 km/h. Die in ockergelb
gehaltenen Fahrzeuge mit ihrem geschwungenen Pagodendach hießen
im Volksmund "Chinesenbahn".
Bis zum Ersten Weltkrieg erfreute sich die Bahn großer Beliebtheit.
Das Ende kam 1922, als die Betriebsgesellschaft in Folge von Kohlemangel,
hohen Kosten und Streiks ihren Betrieb einstellen mußte. Die Wagen
wurden später verschrottet. Als Erinnerung sind nur einige wenige
Schmuckrosetten an alten Hausfassaden geblieben und eben die fünf
gusseisernen Fahrleitungsmasten in der Königstraße.
Heute nun wird der erste frisch restaurierte
Oberleitungsmast der Öffentlichkeit vorgestellt, finanziert vom
Bezirksamt Altona. Den zweiten Mast will der Denkmalverein übernehmen.
Für die übrigen drei werden Sponsoren gesucht.
Es wäre schön, wenn dieses Beispiel von Public/Private Partnership
als Anschubfinanzierung verstanden wird und sich Bürger und Firmen
finden, die sich an dieser Verschönerung der Königstraße beteiligen
wollen.
Das Spendenkonto des Denkmalvereins lautet
918 080 100 bei der Dresdner Bank Hamburg (BLZ 200 800 00). Spendenbescheinigungen
werden erstellt.
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