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Gefährdete Kulturdenkmäler in Hamburg
Klinkerfassaden
Stadtteilprägende Backsteinbauten in Hamburg werden zunehmend durch wärmedämmende Modernisierung gefährdet. Quartiere wie Winterhude, Barmbek, Dulsberg oder Altona erleben derzeit energetische Sanierungen, wobei Ziegel-Imitate auf die Styropor-Dämmung geklebt werden. Dadurch wird das Gesicht der Backsteinstadt nachhaltig verändert. Die Architektenkammer, die Fritz-Schumacher-Gesellschaft, die Freie Akademie der Künste und auch der Denkmalverein setzen sich für neue Techniken ein, um den Zielkonflikt von Wärmedämmung versus Stadtbilderhaltung aufzulösen. Sie wehren sich gegen die „Tapetenfassaden“.
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Rethehubbrücke
Die Tage der Hubbrücke über die Rethe scheinen gezählt. Geplant ist der Bau einer neuen zweiflügeligen Klappbrücke über den Wasserlauf direkt neben dem alten Bauwerk, das dann abgerissen werden soll. Die Rethehubbrücke war 1934 als damals größte Hubbrücke Europas in Betrieb genommen worden. Sie ist im Hamburger Hafen einmalig, aber ihre Sanierung gilt als unwirtschaftlich. Denkbar wäre eine touristische Nutzung, um dem drohenden Abriß zu entgehen. Dabei könnten die dann eingesparten Abrißkosten für eine Ertüchtigung der Brücke verwendet werden.
Villa, Elbchaussee 31a
1834 von Salomon Heine für seine Tochter erbaut,
ist die Villa ein bedeutendes Zeugnis der Landhauskultur im frühen
19. Jahrhundert. Heute im Besitz der Finanzverwaltung und von der
Seefahrtsschule aufgegeben, ist ihr Schicksal ungewiß.
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Katharinenhof, Mühlenberger Weg 33
Der Altonaer Kaufmann Georg Friedrich Baur ließ
1829-36 diesen klassizistischen Putzbau von einem Neffen des Architekten
C. F. Hansen errichten. Das Gebäude, zuletzt für Verwaltungszwecke
genutzt, ist stark renovierungsbedürftig und zwar inzwischen verkauft worden, aber noch nicht saniert.
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Güterhalle
Die ehemalige Güterhalle des Hafenbahnhofs Hamburg-Süd aus dem Jahre 1906 liegt an der Dessauer Straße 2/Ecke Veddeler Damm. Sie glänzt mit interessanten Fassadendetails und hat auf der Rückseite (inzwischen völlig überwucherte) historische Gleisanlagen. Noch wird die Halle von Drittfirmen genutzt. Denkbar ist eine touristische Anbindung an das in der Nähe befindliche Hafenmuseum im Aufbau.
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Gängeviertel in der Neustadt
Der Gebäudekomplex zwischen Speckstraße und Valentinskamp entstand nach 1846 und umfaßt mehrere Vorder-und Hinterhäuser sowie Torbögen und Höfe. Öffentlich im Jahre 2002 zum Verkauf ausgeschrieben, präsentierte der Käufer im März 2006 seine Pläne. Seitdem ist nichts geschehen, die teils denkmalgeschützten Gebäude verfallen. Nach einer Besetzung durch Künstler hat die Stadt reagiert und das Ensemble zurückgekauft. Ein neuer Vertrag ist am 08. September 2011 unterzeichnet worden. Er sieht die Sanierung vor.
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Villa Bondenwald 110a
Diese s um 1900 erbaute Herrenhaus ist ein eingetragenes Denkmal und liegt malerisch im Niendorfer Gehege. Es steht seit einiger Zeit leer, der Eigentümer möchte abreißen und hat die Unterstützung der Bezirksversammlung Eimsbüttel, die eine Grünfläche plant. Das Haus ist sanierungsbedürftig, aber laut Aussagen des Denkmalschutzamtes noch in gutem Zustand. Eine Nutzung hat sich bislang nicht ergeben.
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