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Plädoyer für den Erhalt der Kräne am Kaispeicher
A
Der Verein Freunde der Denkmalpflege setzt sich für den Erhalt der
drei Halbportalkräne ein, die mit dem Kaispeicher A verbunden sind.
Er plädiert dafür, die Kräne auch nach dem Umbau des Kaispeichers
zur Elbphilharmonie an ihrem Platz zu belassen.
Die drei Kräne mit einer Tragkraft von 3 Tonnen und einem 20m-Ausleger
sind 1963 von der Fa. DEMAG produziert und beim Bau des von Werner
Kallmorgen entworfenen Speichers 1964/1965 an der südlichen Wasserfront,
dem Schiffbauerhafen, montiert worden. Sie erlaubten den direkten
Umschlag zwischen Seeschiff und Speicher und konnten durch Rangieren
auf dem Schienenstrang alle Ladeluken der Speicherfront bzw. die
Schiffsstauräume bedienen. Diese sog. Halbportalkräne hatten um
1900 die Rolldrehkräne abgelöst. Später übernahmen Vollportalkräne
und die heutigen Containerbrücken diese Aufgabe. Unsere drei Halbportalkräne
am Kaispeicher A waren noch bis 1993 in Betrieb.
Der Erhalt der drei Kräne liegt im öffentlichen Interesse, - weil
es die einzigen noch vorhandenen Halbportalkräne im Hamburger Hafen
sind, noch dazu in situ, und von der Stiftung Hamburg Maritim mit
geringem Aufwand restauriert werden können
- weil die Kräne und der Kaispeicher eine bauliche und inhaltliche
Einheit bilden
- weil es technisch möglich ist, die Kräne auch bei einer Aufschüttung
des Geländes beim Umbau zur Elbphilharmonie am Gebäude zu befestigen
- weil am Speichergebäude und den dazugehörigen Kränen für Hamburger
und ihre Besucher die ursprüngliche Hafenwelt und ihre Historie
ablesbar sind
- weil der Speicher ohne die Kräne zu einem beliebigen Sockel für
die Elbphilharmonie verkommen würde, dessen Sinn unklar bleibt
- weil Denkmalschutz in der HafenCity ein Essential ist.
Hamburg, 1. November 2005
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