Hamburg, 25. September 2008
Post Mortem
Tag des offenen Denkmals
14. September 2008


Gemessen an den Besucherzahlen war der diesjährige Tag des offenen Denkmals zumindest in Hamburg mit 21.000 Besuchern der erfolgreichste in der nunmehr 16 jährigen Geschichte.



Das lag im wesentlichen daran, daß die Angebote sich über zwei Tage erstreckten und diesmal nicht weniger als 60 Objekte zu besichtigen waren (in früheren Jahren waren jeweils nicht mehr als 20 Denkmäler im Angebot).

Das Motto in diesem Jahr, vorgegeben von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn, war "Vergangenheit aufgedeckt - Archäologie und Bauforschung". Also standen Bunker, Gewölbe, Tunnel und Baubefunde im Vordergrund. Daneben war es aber Interessenten freigestellt, auch andere Kulturdenkmäler zu öffnen.

Die meisten Besucher hatten wie in den vergangenen Jahren die historischen 50er Kaischuppen am Hansahafen (3.500), gefolgt von der Krypta St. Michaelis (2.100) und dem Düker an der Lombardsbrücke (1.000).

Erstaunlich viele Besucher fanden ihren Weg zum entlegenen Alten Ballsaal auf der Veddel (200) und zum Operationsbunker auf dem Gelände des UKE (850).

Der Verein Freunde der Denkmalpflege e. V. hatte das 1910 erbaute Etagenhaus in der Haynstraße 1 (Eppendorf) für den 14. September angemeldet und schleuste in mehreren Führungen 300 Besucher durch Wohnungen, Keller und Dachboden. Nach 1970 war das Jugendstilhaus durch eine studentische Mieterinitiative vor dem Abriß gerettet worden und hat inzwischen bundesweite Medienaufmerksamkeit erlangt.

Der Verein hatte außerdem vor dem Haus den ganzen Tag über einen Informationsstand; mehrere neue Mitglieder konnten gewonnen werden.

Der Tag des offenen Denkmals 2009 verspricht hochinteressant zu werden. Das Motto heißt dann " Historische Orte des Genusses". Welches Denkmal ist das nicht?

Hamburg, 25. September 2008

gez. Helmuth Barth Verein Freunde der Denkmalpflege e. V.


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